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Hotels dürfen öffnen - Bars bleiben geschlossen

Aktualisiert: Mai 20

NRWs Urlaubsregionen Eifel, Sauerland und Niederrhein freuen sich auf zahlreiche Gäste. 


Eine tolle Nachricht für alle Hotelbetreiber und Touristen: Hotels dürfen ab heute wieder öffnen - und damit eine Woche früher als erwartet. Jugendherbergen werden von ihrem Recht wohl vorerst keinen Gebrauch machen, weil sie verschiedene Vorgaben der Hygieneverordnungen vorab klären wollen. Mit einer Woche Verspätung gibt es auch Lockerungen im Kreis Coesfeld. Bars sollen dagegen weiterhin geschlossen bleiben. 

Nordrhein-Westfalen geht mit weiteren kleinen Schritten in Richtung Normalität: Nach wochenlangem Stillstand dürfen Hotels am Montag für Touristen wieder öffnen. Das dürften auch die Jugendherbergen. Nach Angaben des Deutschen Jugendherbergswerks ist aber noch nicht klar, welche Vorgaben des Landes umgesetzt werden müssen. Darum gibt es noch kein Öffnungsdatum.

Kontaktbeschränkungen in Coesfeld gelockert Mit einer Woche Verspätung werden die Kontaktbeschränkungen auch im Kreis Coesfeld gelockert. So dürfen sich Angehörige aus zwei Haushalten auch dort wieder treffen. Restaurants, Cafés und Kneipen mit Sitzplätzen dürfen im Innen- und Außenbereich öffnen. Wegen hoher Neuinfektionszahlen nach dem Corona-Ausbruch in einem Fleischbetrieb waren die Lockerungen größtenteils verschoben worden. Einen Lichtblick soll es noch diese Woche auch für Patienten und Angehörige in den Krankenhäusern geben. Besuche sollen von Mittwoch an wieder möglich werden, wenn die Einrichtungen mit einem entsprechenden Konzept vorbereitet sind.

Rückenwind für Hotels Die touristischen Regionen sind froh, noch im Mai mit dem Feiertagsgeschäft starten zu können. Das gebe den Betrieben Rückenwind, hieß es aus Eifel, Sauerland und Niederrhein. Aber durch den Mehraufwand wegen erhöhter Anforderungen würden sie weniger verdienen. Vor allem für kleinere Betriebe stelle sich die Frage, ob sich das rechne. Denn entsprechend zur Gastronomie gelten strenge Hygiene- und Infektionsstandards, Abstandsregelungen und Kontaktbeschränkungen. Vor einer Woche hatten schon Campingplätze, Ferienwohnungen und Ferienhäuser öffnen dürfen. Ursprünglich war geplant, dass die Hotels erst an Christi Himmelfahrt (21. Mai) starten dürfen. Mit dem jetzt vorgezogenen Start sollen sich die Betriebe auf das lange Feiertagswochenende vorbereiten können.

Vorerst kein Öffnungsdatum für Jugendherbergen Wann die Jugendherbergen wieder starten können, war zunächst unklar. Die großen Häuser etwa in Münster, Dortmund und Bielefeld öffnen nach Angaben Jugendherbergswerks nicht vor dem 28. Mai. Auch für die Jugendherbergen im Rheinland wie in Düsseldorf und Köln gibt es demnach vorerst kein Öffnungsdatum.

Die Menschen im Kreis Coesfeld dürfen bei den Lockerungen ab Montag endlich mit dem Rest des Landes gleichziehen. Dort hatte der Ausbruch des Virus in einem Westfleisch-Betrieb dazu geführt, dass die Schutzmaßnahmen erst mit einer Woche Verspätung gelockert worden sind. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hatte zuletzt von einem begrenzt lokalen Ausbruchsgeschehen bei Westfleisch gesprochen. Die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner lag nach Ministeriumsangaben am Sonntag bei 47,7 und damit erstmals wieder unter der Grenze von 50. Ministerium: Bars bleiben geschlossen Kneipen mit Sitzmöglichkeiten dürfen unter strengen Hygiene-Regeln allerdings auch dann öffnen, wenn sie keine Speisen anbieten.

Bars müssen in Nordrhein-Westfalen aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin geschlossen bleiben. Das Infektionsrisiko sei hier zu groß, erläutert das Gesundheitsministerium in einer Vorlage an den Landtag. Dies gelte für Bars, deren «charakteristisches Angebot» nicht Speisen oder Getränke sind - wie etwa Shisha-Bars -, aber auch für solche, die vor allem in den Abendstunden öffnen und Unterhaltung anbieten. Dabei können nach Angaben des Ministeriums auch einzelne dieser Merkmale ausreichen, um das Angebot als unzulässig einzustufen. Das müsse jedoch im Einzelfall vor Ort entschieden werden. Bars sei es bis auf weiteres untersagt, zu öffnen, da die größeren Infektionsrisiken in keinem angemessenen Verhältnis zu einem Beitrag zur Versorgung stünden, wie es etwa bei Restaurants der Fall sei. Kneipen mit Sitzmöglichkeiten dürfen unter strengen Hygiene-Regeln allerdings auch dann öffnen, wenn sie keine Speisen anbieten.

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