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Freizeitparks und Hotels erwachen aus dem Corona-Dornröschenschlaf

Man kann wieder Achterbahn fahren, so wie die Besucher des Freizeitparks Phantasialand in Brühl. 

Foto: dpa/Symbolbild


Nach dem Corona-Dornröschenschlaf erwachen nun mit den beschlossenen Lockerungen wieder Restaurants, Hotels und Freizeitparks zum Leben und hoffen aufgrund ihrer schwierigen wirtschaftlichen Lage auf viele Gäste und Besucher - auch schon am langen Pfingst-Wochenende.  Mehr Tische und Stühle an der frischen Luft - wegen der Corona-Pandemie wollen zahlreiche Gastronomiebetriebe in Nordrhein-Westfalen ihre Terrassenflächen vergrößern. Durch die Abstandsregeln musste das Platzangebot in den Gebäuden reduziert werden, womit den Gastwirten wichtige Umsätze verloren gehen.

Anträge auf Ausweitung der Außengastronomie In Münster sind bisher 45 Anträge auf eine Ausweitung der Außengastronomie bei der Stadt eingegangen, wie ein Stadtsprecher am Donnerstag mitteilte. Davon seien 40 genehmigt worden. «Dadurch wurde eine Zusatzfläche von 650 Quadratmetern generiert», sagte er. In der Landeshauptstadt Düsseldorf waren es den Angaben eines Sprechers zufolge am Donnerstag 74 Anträge. 15 Anträgen seien bisher genehmigt worden. In Bochum seien hingegen bisher zwar nur fünf Anträge von Gastronomiebetrieben eingereicht worden: «Es werden aber weitere Anträge erwartet, da sich die Betriebsinhaber bereits telefonisch erkundigt haben», erklärte ein Sprecher der Stadt.

Leise bis mittellaute Hoffnung Der Branchenverband Dehoga NRW fordert, dass die Städte und Kommunen unbürokratisch eine Erweiterungen der Flächen für die Außengastronomie genehmigen. «Die Vergrößerungen sind wichtig, weil sie die Unsicherheiten der Gäste abbauen können», erklärte ein Verbandssprecher. Die Außengastronomie sei eine «leise bis mittellaute Hoffnung» für die gebeutelten Gastronomen. Denn «Außengastronomie ist in» - auch schon vor der Corona-Krise, so der Sprecher. Die derzeitige Finanzlage sei «katastrophal» und ohne weitere staatliche Hilfen schwer zu stemmen. Laut einer Dehoga NRW-Umfrage erwirtschafteten rund 77 Prozent der Gastronomen maximal die Hälfte der Umsätze im Vergleich zu einer Mai-Woche im vergangenen Jahr. Nur acht  Prozent erreichten mehr als 75 Prozent ihres damaligen Umsatzes.

Große Freizeitparks öffnen unter Hygieneauflagen Die Corona-Pandemie hat auch einen unbeschwerten Ausflug zur Achterbahn unmöglich gemacht. Ab dem heutigen Freitag können sich die Besucher wieder ins Vergnügen stürzen: die zwei größten Freizeitparks in NRW öffnen - unter strengen Regeln - wieder ihre Tore. Die zwei größten Freizeitparks in NRW - das Phantasialand und der Moviepark in Bottrop - öffnen heute zum ersten Mal nach der Corona-Zwangspause. Unter strengen Hygienekonzepten darf nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern in die Freizeitparks eingelassen werden. Jeder Besucher muss mindestens eine, am besten aber zwei Masken dabei haben und sich ausnahmslos an die Abstandsregeln halten, wie die Freizeitparks auf ihren Internetseiten mitteilen. Laut Corona-Schutzverordnung durften Freizeitparks seit dem 11. Mai öffnen. Sie arbeiteten aber noch ihre Hygienekonzepte mit den zuständigen Behörden aus. Der Moviepark wäre unter normalen Umständen nach der Winterpause im April gestartet. Hoteliers: Auslastung an Pfingsten nur bei 16 Prozent Trotz zahlreicher Lockerungen zum Pfingstwochenende beklagen die Hoteliers im Rheinland eine geringe Auslastung ihrer Häuser über die Feiertage. Die Gesamtauslastung der Hotels in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf liege an Pfingsten bei nur rund 16 Prozent, beklagte der Verband Dehoga Nordrhein am Donnerstag. Für diese Einschätzung hatte der Verband rund 460 Hoteliers in der Region befragt. 83 Prozent der Besucher seien Touristen, der Rest Geschäftsreisende. «Auch wenn die Hotels wieder Touristen begrüßen dürfen, ist die Nachfrage zu einem sonst reisestarken Pfingstwochenende gering», sagte der Präsident des Dehoga Nordrhein, Hennig Thomas Graf von Schwerin. «Die Unternehmerinnen und Unternehmer stehen aufgrund der geltenden Abstandsgebote, Kontaktbeschränkungen und Hygieneauflagen mit dem Rücken zur Wand.» Ein wirtschaftlicher Betrieb sei so nicht möglich. Es müsse dringend ein Rettungsfonds mit direkten Hilfen ohne Rückzahlungspflicht geschaffen werden.

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