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Das NCG in Gladbach ist vorbereitet

Aktualisiert: Juni 16

In dieser Woche stehen die Schulen vor der schwierigen Aufgabe, die umfangreichen Vorgaben zum Corona-Infektionsschutz vor Ort umzusetzen. Der Bergische Impuls hat die wichtigsten Aufgaben zusammengefasst und hat einen Reporter in einer Schulen in Gladbach geschickt, damit ihr einen Überblick bekommt was euch erwartet wenn die Schulen wieder starten. Wie der Hygieneplan einer Schule im Detail aussehen kann, zeigt das Beispiel des Gymnasiums Nicolaus-Cusanus in Gladbach.


Ein Bericht von Alexi Gkorgkoli, Schüler der Q1 und Impuls-Reporter


Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sollen schrittweise in die Schulen zurückkehren, allerdings mit besonderen Auflagen zum Corona-Infektionsschutz. Die Landesregierungen haben dazu detaillierte Regelungen beschlossen, deren Umsetzung die Schulen vor enorme Herausforderungen stellt.

Das Foyer des NCGs. Auf der rechten Seite befindet sich das Lehrerzimmer. Das ganze Treppenhaus ist mit einem "Einbahnstraßensystem" ausgestattet.

Der Bergische Impuls hat sich beispielhaft die Hygienehinweise in NRW genauer angesehen und die wichtigsten Maßnahmen hier zusammengefasst.


Abstandsgebot: Im Schulbetrieb gilt, wie in allen anderen Bereichen auch, ein Abstandsgebot von 1,50 Metern. Das bedeutet, dass die Tische entsprechend weit auseinandergestellt werden müssen und damit deutlich weniger Schülerinnen und Schüler in einem Raum sitzen können als im Normalbetrieb. Die maximale Gruppengröße richtet sich nach der Raumgröße. Partner- und Gruppenarbeit sind nicht erlaubt. Wenn eine größere Nähe unvermeidbar ist, muss ein Mundschutz getragen werden. Sportunterricht kann derzeit nicht stattfinden.


Lüften: Damit die Raumluft mehrmals täglich ausgetauscht wird, müssen die Klassenräume mindestens in jeder Pause oder jede 20 Minuten mit vollständig geöffneten Fenstern und Türen gelüftet werden. Sollte das Öffnen der Fenster aus baulichen Gründen nicht möglich sein, darf der Raum nicht genutzt werden. Die Fenster sollen nur unter Aufsicht der Lehrkraft geöffnet werden.


Reinigung: Die normalen Reinigungsvorgaben gelten weiter, werden aber durch besondere Maßnahmen ergänzt. So müssen beispielsweise Türklinken, Handläufe, Lichtschalter und ähnliche Handkontaktflächen in frequentierten Bereichen mindestens täglich oder gegebenenfalls auch mehrmals täglich gereinigt werden. Das betrifft gleichfalls Tische, Telefone oder Computertastaturen.


Toilettenräume: In den Sanitärbereichen der Schulen muss es ausreichend Flüssigseifenspender und Einmalhandtücher geben. Toilettensitze, Armaturen und Fußböden müssen täglich gereinigt werden. In den Pausen soll eine Lehrkraft den Eingang kontrollieren, damit nur einzelne Schülerinnen und Schüler den Sanitärbereich nutzen.


Pausen: Auch in den Pausenräumen und Mensen soll der Abstand von 1.50 Metern sichergestellt werden. In manchen Schulen werden Aufenthalte in der Mensa verboten. Beim Mittagessen dürfen keine Warteschlangen entstehen. Tische müssen nach jedem Durchgang gereinigt werden.

Der Aufenthalt in der Mensa des NCGs ist auf weiteres verboten.

Schulweg: Sofern das machbar ist, soll der Unterrichtsbeginn entzerrt werden, um Stoßzeiten zu vermeiden. Auch am Eingang sollten die Schülerinnen und Schüler einzeln die Schule betreten. Im Nahverkehr oder Schulbus müssen die Schülerinnen und Schüler einen Mundschutz tragen.


Risikogruppen: Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler, die Vorerkrankungen haben oder mit Risikopersonen in einem Haushalt leben, sollen zu Hause bleiben. Das Gleiche gilt für schwangere Lehrerinnen oder Schülerinnen. Von der Präsenzpflicht befreit sind zudem alle Lehrerinnen und Lehrer, die älter sind als 60 Jahre, sie können aber freiwillig in die Schule kommen.


Ein Leitsystem am Gymnasium Nicolaus-Cusanus

Wie viele Details bei der Planung der Schulöffnung bedacht werden müssen, zeigt der genaue Corona-Hygieneplan des Gymnasiums Nicolaus-Cusanus in Bergisch Gladbach.

Aus dem Gesetz ergebe sich auch für Schulen die Verpflichtung, in Hygieneplänen Verfahrensweisen zur Einhaltung der Infektionshygiene festzulegen, um Infektionsrisiken in der Einrichtung zu minimieren. Der Hygieneplan muss hinsichtlich seiner Aktualität regelmäßig überprüft und bei Bedarf verändert oder ergänzt werden. Eine Maskenpflicht besteht in NRW sowie im NCG nicht.

Der beginnende Unterricht ab Montag 11.05.2020 ist Pflichtunterricht. Allerdings können sich Schülerinnen und Schüler auf Antrag bei der Schulleitung vom Unterricht beurlauben lassen, wenn sie entweder selbst zu einer der bekannten Risikogruppen gehören oder sie mit Menschen in einem Haushalt zusammenleben, die einer der bekannten Risikogruppen angehören.

Jeder Kurs/Klasse wird einmal geteilt.

Am Gymnasium wird der Schulbetrieb in zwei Schichten stattfinden: einer Vormittagsgruppe und einer Nachmittagsgruppe.

Die Schülerinnen und Schüler haben drei Unterrichtsstunden hintereinander und gehen dann nach Hause. Die zweite Schicht beginnt versetzt mit ihren drei Stunden, sodass die Jugendlichen beim Eintreten und Verlassen des Gebäudes nicht aufeinandertreffen. Zudem hat die Schule ein „Einbahnstraßensystem“ eingeführt. Auch so soll eine Begegnung erschwert werden. Die große Pause und auch das Mittagessen fallen erst mal weg.

Fazit

Zutritt nur zum Unterricht und zur Prüfung erlaubt. Der Aufenthalt auf dem Schulgelände und in den Fluren ist verboten. Regelmäßig gründlich die Hände mit Seife waschen oder desinfizieren, mind. 20 sec. . Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) mitführen! Bei Unterschreitung des Mindestabstands von 1,5m anziehen. Nies- und Hustenetikette beachten.

Ganz schön anstrengend. Aber Gesundheit geht vor. #staystrong


Wie sieht es bei euch in der Schule aus? Schreibt es in die Kommentare!

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